Auslandspraktika mit dem EU-Bildungsprogramm Leonardo da
Vinci Mobilität
Seit 2005 entsendet das Oberstufenzentrum Bürowirtschaft und Verwaltung in
Berlin jedes Jahr Jugendliche in der Erstausbildung für den Beruf Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation mit dem europäischen Bildungsprogramm Leonardo da Vinci
Mobilität zu mehrmonatigen Betriebspraktika nach Finnland.
Wir, die makkarasormi, sind eine Truppe von 8 Azubis der Deutschen Telekom AG , die an diesem
Bildungsprogramm teilnimmt und im Januar 2009 eine Reise nach Finnland / Rovaniemi antritt.
Rovaniemi liegt im winterlichen Lapland am Polarkreis. Uns erwarten dort Temperaturen von -20 ° C und kälter.
Wir werden dort ein 3-monatiges Praktikum in den verschiedensten Betrieben absolvieren.
Viktoria + Arndt werden am Artic Circle eingesetzt.
Ulli + Maik arbeiten bei der Lappset Group Oy und dürfen dort auf hightech Spielplätzen herum
hüpfen.
Marcel arbeitet in der Summer University.
Jessi + Dora + Cindy sind in der University of Lapland eingesetzt.
Wir alle sind schon sehr auf unsere Arbeit und die Art der Finnen zu arbeiten gespannt.
Wir sind Auszubildende bei der Telekom in der BBi Berlin, im 2. Lehrjahr und erlernen den Beruf des/der Kaufmanns/-frau für
Bürokommunikation mit Zusatzqualifikation Englisch. Vom 05.01.2009 bis 07.04.2009 werden wir nach Rovaniemi, Finnland reisen um dort ein Auslandspraktikum zu absolvieren.
Anlässlich der Vorbereitung hatten wir am 12.12.2008 die Möglichkeit der Botschaft von Finnland einen Besuch
abzustatten.
An der Botschaft angekommen, wurden wir sehr nett von einer waschechten Finnin empfangen, die uns auch eine kleine Führung durch
das Gebäude ermöglichte. Erstaunlich dabei waren für uns die Innenarchitektur und der Einbau von zwei Saunen, die von den Mitarbeitern jederzeit genutzt werden können.
Anschließend hatten wir ein nettes Zusammentreffen bei Kaffee und Kuchen, bei dem wir noch zwei weitere Mitarbeiter der finnischen Botschaft kennenlernten.
Anlass dieses Treffens war die Idee, dass wir über unsere Auslandserfahrung auf der Website der Botschaft berichten. Auf diese
Weise sollen Interessenten die Möglichkeit haben, sich über das Leben in Finnland und über die Unterschiede zu Deutschland zu informieren.
Knifflige Frage bezüglich Kleidung, Winterreifen, Wintersportaktivitäten, Ausgehmöglichkeiten in der Stadt, sowie kulinarische
Spezialitäten, die man unbedingt probieren muss, wurden sehr ausführlich beantwortet.
Des Weiteren wurde uns ein bisschen über das alltägliche Leben im hohen Norden berichtet.
Letztendlich haben wir uns darauf geeinigt, einmal pro Woche einen Bericht mit unseren Erfahrungen und Erlebnissen an die
finnische Botschaft zu schicken.
Zum krönenden Abschluss haben wir noch ein sehr liebevoll gestaltetes Täschchen mit viel Infomaterial über Finnland bekommen. Als
i‑Tüpfelchen gab es für jeden von uns eine Brosche in Form der finnischen Fahne.
Zum Abschluss ist zu sagen, dass wir uns alle sehr auf Finnland freuen und den Abflug kaum erwarten können.
Finnland wir kommen!
Macht euch bereit auf Cindy, Dora, Jessi,Arndt, Viktoria, Marcel, Ulli und Maik…
Finnland Aktionswochenende vom 04.04. – 06.04.2008
Finnisch ist einer sehr lustige Sprache. Eine Sprache voller äs und ös, Vokale, die sich anhäufen, ohne einen Konsonanten in
Sicht und dann noch die lustige Aussprache. Aber nur auf dem ersten Blick. Bei circa 14 bis 16 Fällen und ohne das Verb "haben" sieht es dann auch schon wieder ganz anders aus. Die Finnen sind
sich da selber noch nicht einig, wie viele Fälle sie haben wollen.
Die Auszubildenden (KB 731) von der Deutschen Telekom AG, die in kommendem Jahr von Januar bis März ihren Auslandseinsatz in
Finnland haben, durften sich am Wochenende vom 04.04. bis zum 06.04.08 dann schon einmal ein wenig mit dem Finnischem vertraut machen.
Die Deutsch-finnische Gesellschaft organisierte zusammen mit dem Schullandheim "Walter May" ein Aktions-Wochenende, um jungen
und hoch motivierten Leuten Einblick in die finnische Sprache gewähren zu können.
Am Freitag, den 04.04.2008, war es dann soweit: ca. 20 Leute, ob Azubis, die ein Auslandspraktikum machen möchten, ob welche,
die schon mal in Finnland waren und ihre Sprechkenntnisse auffrischen wollten oder auch Menschen, die sich einfach für die Sprache interessieren, versammelten sich in dem abgelegenen
Schullandheim, um finnisch zu lernen.
Gegen 18 Uhr ging der Sprachunterricht mit unseren beiden Muttersprachlern Jukka und Anu dann endlich los. Vorher gab es noch
eine kleine Vorstellungsrunde, damit sich die Gruppe ein wenig kennen lernen konnte, dann starteten die beiden mit dem finnischen Alphabet, welches ja eigentlich das gleiche ist wie im Deutschen,
aber dennoch kleine aber feine Unterschiede aufweist, unter anderem in der Aussprache.
Ca. zwei Stunden lang lernten wir mithilfe von zahlreichen Arbeitsblättern und Gruppenübungen Zahlen und die korrekte
Aussprache diverser Vokabeln sowie Fragewörter. Zwischendurch gab es eine längere Pause, in der uns ein Abendbrot serviert wurde.
Dann ging es auch schon weiter und die Gruppe beherrschte nach diesem Nachmittag das finnische Alphabet und die Zahlen.
Der Unterricht war um 21.30 Uhr zu Ende. Einige gingen nach Hause, andere übernachteten dort.
Am Samstagmorgen um 10:00 Uhr ging es auch schon weiter. Jukka und Anu wiederholten mit der Gruppe das bereits Erlernte und
schon waren wir einen Schritt weiter und lernten wie man sich auf finnisch vorstellt, sagt, woher man kommt und wie alt man ist. Durch eine Vorstellungsrunde auf finnisch wurden diese Kenntnisse
erneut gefestigt.
Anschließend lernten wir, wie man nach der Uhrzeit fragt und auch wie man darauf antwortet. Dazu gab es selbstverständlich
auch Übungen, bei denen Jukka Uhrzeiten an die Tafel schrieb und irgendwen fragte: "Mikä kello on?“
Um 12 Uhr gab es dann ein Mittagessen und eine anschließend längere Pause, in der die Gruppe sich aufmachte, finnisches
Roggenbrot zu backen.
Der Unterricht ging dann weiter und man wiederholte wieder das Erlemte. Es kamen noch einige andere Fragen und die
dazugehörigen Antworten dazu und schon war die Gruppe in der Lage, einen Smalltalk auf finnisch zu führen.
Jukka und Anu teilten zwischendurch ein Arbeitsblatt aus, auf dem einige Prominente aus Finnland zu sehen waren. Ville Valo
von der Band HIM sowie Mika Räikönen wurden sofort erkannt, andere wie der Ministerpräsident Matti Vanhanen nicht. Nichts desto trotz hat die Gruppe auch da wieder was gelernt.
Nach 6 Stunden finnisch an diesem Tag hatte die Gruppe nun die Möglichkeit ihre Köpfe frei zu bekommen. Einige spielten
Tischtennis oder Fußball, andere liefen im Wald herum und genossen die Unbeschwertheit der Natur.
Gegen 18 Uhr kam auch ein Gast zu uns. Franziska, Auszubildende bei der Deutsche Telekom AG, war 2007 für drei Monate in
Finnland. Sie zeigte den Schülern ein Video, welches ihre Azubigruppe dort gemacht hat und beantwortete noch einige Fragen über die Finnen und deren Lifestyle.
Nach dem Abendessen war der Tag dann auch rum.
Am Sonntag ging es erneut um 10:00 Uhr in der Früh los mit dem Sprachunterricht. Wie gehabt, wiederholte man das bereits
Erlernte, was diesmal etwas mehr Zeit in Anspruch nahm als den Tag zuvor, da wir am Samstag unheimlich viel gelernt haben. Es gab noch einige Vokabeln, die wir lernten und dann waren die 3
Stunden auch schon um.
Somit lernten wir an diesem Wochenende recht viel, insgesamt ca. 12 Stunden, finnisch. Die Gruppe verabschiedete sich von
Jukka und Anu und alle gingen oder fuhren nach Hause. Nun sind wir gewappnet für unseren Finnland-Aufenthalt!
Bald ist es soweit. In zwei Wochen schon. Dann sitze ich zusammen mit den anderen im Flieger nach Rovaniemi über Riga und Helsinki. Dann dauert es drei Monate, bis
ich wieder im Flieger sitze nach Berlin über Helsinki und Düsseldorf. Ich muss sagen, die Vorstellung macht mir ganz schön Angst, weil ich bis jetzt immer nur Urlaub im Ausland gemacht habe,
außerdem waren es Länder, in denen es immer warm ist. Und jetzt fliege ich zum Polarkreis, um dort zu arbeiten. Nun ja. Klingt zwar komisch, ist aber so.
Was die Vorbereitung angeht: ICH BIN BEREIT!!! Das muss ich auch sein, denn wir hatten im April dieses Jahres ein Finnland-Wochenende, wir hatten seit September
Sprachunterricht in finnisch, wir hatten diverse Präsentationen von anderen Azubis gehört, die bereits dort waren, wir haben selbst Präsentationen ausgearbeitet und wir haben die finnische
Botschaft besucht und dort auch eine ganze Menge erfahren. Puh, also eine ganze Menge Input.
Bei dem Wochenende im April, was im Schullandheim Walter May am Rande von Berlin statt fand, haben wir bereits 12 Stunden finnisch gelernt, finnisches Roggenbrot,
genannt Ruisleipä, gebacken und wir haben uns allgemein über den finnischen Lifestyle unterhalten können. Unsere beiden Sprachlehrer, Jukka und Anu, sind nämlich beide waschechte Finnen.
Bei Jukka haben wir dann auch den Finnischunterricht seit September gehabt. Es war eine sehr angenehme Atmosphäre, in seiner großen pflanzenlastigen Altbauwohnung
finnisch zu lernen. Wir waren auch nur sechs Leute, so hatten wir die Möglichkeit es sehr intensiv zu lernen; die Stunden waren immer erfüllt von schallendem Gelächter, wenn manch einer von uns
einfach nicht fähig war, ein Wort wie mikrotietokone (Computer) oder jäävuurisalaatti (Eisbergsalat) auszusprechen. Oder wenn die Aussprache einfach so deutsch war, dass man sich nicht mehr
halten konnte.
Direkt, als die Ausbildung anfing, haben wir Präsentationen von anderen Azubis gesehen, die bereits im Ausland waren. Am Anfang haben diese primär dazu gedient, um
für uns eine Art Entscheidungshilfe zwischen Finnland und Belgien darzustellen. Ich muss sagen, mir fiel die Entscheidung anfangs auch sehr schwer. Ich wollte eigentlich nach Finnland, aber was
mir große Sorgen bereitet hat, war das Wetter. Kalt und dunkel sind nicht gerade meine favorisierten Wetterfaktoren.
Aber je mehr ich von Finnland gehört habe, desto genauer wusste ich, wo ich mein Auslandspraktikum absolvieren möchte: Rovaniemi, ich komme! Sicherlich ist Belgien
auch sehr schön, man kann viele Ausflüge machen nach Paris oder London oder was sonst noch in der Nähe von Antwerpen ist. Aber das alles hat mich nicht so sehr fasziniert wie die Herausforderung
bei –20 °C oder kälter durch viel Schnee zu hotten, mir die Polarlichter anzugucken, mit Schneemobilen auf einem zugefrorenen See zu fahren, den Weihnachtsmann in seinem Dorf zu besuchen,
eine Husky-Schlittenfahrt zu machen, in eine echte finnische Sauna zu gehen, Rentier zu kosten und und und und….
Ich freue mich auch unheimlich auf die Finnen selbst. Die fünf Finnen, die ich bis jetzt kennen gelernt habe, sind absolut klasse und sympathische Menschen gewesen,
die immer sehr erfreut sind, wenn man erzählt, dass man nach Finnland geht. Unser Besuch bei der finnischen Botschaft war auch sehr herzlich, man hat zusammen gelacht und hatte überhaupt nicht
das Gefühl, dass die Finnen, wie man ihnen nachsagt, wortkarg sind und nur dann was sagen, wenn es wirklich wichtig ist. Ganz im Gegenteil, eigentlich musste man eher uns alles aus der Nase
ziehen.
Ich hatte mich vor ein paar Wochen mit der Tourist-Info in Rovaniemi in Verbindung gesetzt und angefragt, ob sie uns nicht einige Broschüren und Karten von der
Stadt zusenden könnten, da wir im Januar nach Rovaniemi kommen. Von ihnen hatte ich auch eine sehr herzliche Mail bekommen, in der auch geäußert wurde, dass sie sich sehr darüber freuen, dass wir
in ihre Stadt kommen. Ungefähr 4 Tage später hatte ich auch schon das ganze Infomaterial in meinem Briefkasten. Davon war ich sehr angetan, muss ich sagen.
Also ich denke, dass wir mit den Finnen gut zu recht kommen werden. Ich denke, das sind schon ganz andere Menschen als die Deutschen, deswegen bin ich auch sehr
gespannt auf die Art und Weise der Finnen ihrer Arbeit nach zu gehen. Sind sie genau so bürokratisch wie die Deutschen? Wollen sie auch jeden Schniepel schriftlich festhalten? Sind sie auch so
pingelig, was die Pausen angeht? Ich bin gespannt.
Die letzte Vorbereitung war dann das Ausarbeiten von Referaten über Finnland. Das gab uns noch mal die Möglichkeit, uns nicht nur von Präsentationen berieseln zu
lassen, sondern uns selbst mit einigen Themen auseinander zu setzen. Die Themen Kulinarisches aus Finnland, Natur und Umwelt, die Emanzipation und typisch finnisches wären dann erst mal für uns
abgehakt.
Einige Wochen zuvor hatten wir auch das Vergnügen, uns eine sehr ausführliche Präsentation von der Truppe, die 2008 in Finnland war, auf englisch anzuhören. Sie war
sehr aufklärend und spannend und hat auch noch mal dazu beigetragen, dass wir alle uns noch mehr auf Finnland freuen.
Zwar leben wir dort in einer „spartanisch“ eingerichteten Unterkunft, mit 3 Schlafzimmern mit je 2 Leuten drin, einem Wohnzimmer, einem Badezimmer und eine
gemeinsamen Küche, doch ich hoffe, dass wir uns dort nur zum Schlafen einfinden werden und die meiste Zeit unterwegs sind und uns der Schönheit der Natur hingeben. Und wenn nicht, na ja, auch
nicht so schlimm, ich bin mit einer coolen und witzigen Truppe dort und spätestens mit denen kann man sehr witzige Abende erleben.
Trotz meines ganzen Optimismus und meiner Euphorie gibt es natürlich einiges, wovor ich panische Angst habe:
1. Es ist viel kälter, als ich es mir vorstelle und meine teuer eingekauften Klamotten schützen mich nicht vor dem Kältetod
2. Auf dem Flug dorthin gehen unsere Koffer verloren
3. Keiner versteht uns, weil wir nur auf Leute treffen, die kein Englisch sprechen und wenn wir unser Finnisch einsetzen, verstehen wir die Antwort nicht
4. Es ist alles gefroren und ich falle hin
5. Ich werde furchtbar krank
6. Ich kriege starkes Heimweh
7. Rentier schmeckt mir vielleicht gar nicht
8. Das Geld geht mir aus
Und es gibt natürlich noch eine ganze Reihe von Banalitäten, vor denen ich Angst habe, aber wie gesagt, eigentlich sind es ja nur Banalitäten. Die Liste mit Dingen,
auf die ich mich freue und die ich erwarte, ist dagegen viel länger:
- Auf der Arbeit ganz viel Englisch sprechen
- Weitere Kenntnisse in finnisch sammeln
- Spaß bei der Arbeit
- Morgens durch den Schnee zur Arbeit laufen
- Ausflüge nach Helsinki oder Schweden machen
- Das Weihnachtsmanndorf besuchen
- Über den Polarkreis springen und davon viele witzige Bilder machen
- Das Essen der Finnen probieren
- Polarlichter beobachten
- Die Finnen kennen lernen
Und auch diese Liste könnte sehr lang werden…Aber ich denke, an dieser Stelle reicht es und den Rest werde ich sehen, wenn ich dort bin!
Die Möglichkeit ein Auslandspraktikum zu machen, haben natürlich nicht viele und ich bin froh, eine von denen zu sein, die diese Chance nutzen können. Ich freue
mich unheimlich auf den Aufenthalt dort. Ich genieße noch die letzten beiden Wochen mit meiner Familie in Berlin, bevor es dann endlich heißt: Abflug!
So, nun sind wir alle in Finnland angekommen, die einen besser als die
anderen, aber wir sind alle hier. Es geht uns soweit auch ganz gut bis auf Jessi. Die Arme ist total erkältet, aber das kriegen wir schon wieder hin. Dann kommt bei den meisten noch ein bisschen
Heimweh dazu. Das ist aber bestimmt auch bald vorbei.
Die Flüge sind bis auf die von Jessi und mir ziemlich gut, also wie
geplant, verlaufen. Dann hatten wir noch einen Pechvogel dabei. Der Koffer von Maik kam leider erst einen Tage später in Finnland an, weil die Logistik am Flughafen gepennt
hat.
Als wir ankamen traf uns fast der Schlag, die Appartements sind sehr,
aber wirklich sehr spartanisch ausgestattet. Die Küche bei den Mädels ist der blanke Horror! Geschirr ist gerade so für jeden einmal vorhanden. Den Ofen kann man aus gesundheitlichen Gründen
nicht benutzen. Der neue steht zwar bereits im Flur, jedoch findet sich niemand, der diesen anschließt.
Bad und Dusche sind okay und die Zimmer gehen auch einigermaßen. Bei den
Jungs sieht das schon besser aus. Da gibt es einen Herd, den man auch benutzen kann, einen Wasserkocher (der privat von einer Mitbewohnerin erworben wurde), eine viel bequemere Couch und einen
Fernseher mit mehr als drei Programmen. Das Fernsehprogramm ist in Englisch mit finnischen Untertiteln. Es laufen Serien wie Scrubs, Simpsons, Friends, aber auch MTV mit viel
Musik...
Auf dem Gelände befinden sich noch ein Waschraum mit zwei Waschmaschinen
und ein Fitnessraum, der kostenlos zur Verfügung steht.
Wir waren auch schon alle ein bisschen einkaufen, wobei wir von den
Preisen hier ganz schön geschockt sind. Es ist alles ziemlich teuer hier. Des Weiteren waren wir schon einmal kurz in der Stadt und in der Bibliothek, denn da gibt es kostenloses Wlan. Es tat
allen gut mal mit Deutschland in Verbindung zu treten.
Am Donnerstag war unser erster Arbeitstag und wir wurden alle nach und
nach von Jari dort hin gefahren. Wir sind eigentlich alles sehr zufrieden.
Maik und ich arbeiten bei SmartUs by Lappset und es gefällt uns dort
ziemlich gut. Die Firma entwickelt Ideen für Hightech Spielplätze und setzt diese dann auch um. Die Spielplätze durften wir auch schon testen, was für ein Spaß. Wir werden uns dort um
verschiedene Sachen kümmern, wie zum Beispiel die Gestaltung eines Wettkampfes. Denn diese Geräte auf den Spielplätzen kann man nur mit einer
Zugangskarte benutzen, so kann jeder Spieler sein eigenes Profil im Web erstellen. Dadurch werden die Punkte, die man sammelt, im online gespeichert und wir können eine weltweite Rangliste
führen.
Dora, Cindy und Jessi arbeiten in der University of Lapland/Faculty of
Art und es gefällt ihnen dort auch sehr gut. Sie müssen eine finnische Broschüre aktualisieren und diverse andere Sachen erledigen.
Marcel ist momentan noch im Lapland Vocational College bei Jari, aber in
nächster Zeit wird er wahrscheinlich in einen anderen Betrieb wechseln und zwar zur Summer University of Lapland.
Die Zusammenarbeit mit Jari bereitet ihm viel Freude. Im Lapland
Vocational College berichtet Marcel über seine Vorbereitungszeit vor dem Auslandsaufenthalt in verschiedenen Klassen.
Viktoria und Arndt arbeiten beide am Arctic Circle in der Information.
Dort kümmern die beiden sich um Touristen, die mit all ihren Problemen zum Informationsstand kommen. Außerdem drucken und stempeln sie Zertifikate, die bestätigen, dass man am Polarkreis
war.
Bis auf Viktoria und Arndt können wir alle zur Arbeit laufen. Marcel ist
ca. 45 Minuten unterwegs, die anderen ca. 20 Minuten.
Jetzt steht erst mal das Wochenende vor der Tür und wir freuen uns alle,
mal wieder ausschlafen zu können. Freitag waren wir Pizza essen und anschließend in einen Café mit Wlan. Das war dann auch Frau Gabriels letzter Abend. Am Samstag waren wir erst mal in der
Bibliothek und haben das Internet genutzt. Auf dem Rückweg waren wir dann noch einkaufen und anschließend haben wir bei den Jungs gekocht. Einige sind dann noch in die Stadt gelaufen um in den
Irish Pub zu gehen, andere blieben in den Appartements. Was sonst noch so passiert werden wir nächste Woche berichten.